Vertreterversammlung trifft Beschlüsse zum GJ 2019|2020

Am Mittwoch, den 25.08.2021, fand die ordentliche Vertreterversammlung der bbg BERLINER BAUGENOSSENSCHAFT eG mit Vorstand, Aufsichtsrat und 60 von 87 Vertretern im Hotel Steglitz International statt. Pandemiebedingt musste auch dieses Jahr der originäre Termin Ende März verschoben werden und fand nun unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln statt. In der Versammlung erfolgten die erforderlichen Beschlüsse zur Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie die turnusmäßige Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern.

Eröffnet wurde die Versammlung vom Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Siering, der die Vertreter, Vorstände und Mitarbeiter der bbg sowie Herrn Zimdars als Gast vom Prüfungsverband BBU herzlich begrüßte. Nach der Einleitung und dem Verlesen der Tagesordnung berichtete bbg-Vorstand Jörg Wollenberg über das herausfordernde Geschäftsjahr 2019/2020, das durch das MietenWoG Bln und die Corona-Pandemie stark geprägt war. Trotz dieser Einschränkungen ist es der Genossenschaft gelungen, den genossenschaftlichen Auftrag zu erfüllen und ein stabiles Jahresergebnis zum 30.09.2020 zu erwirtschaften. Anschließend berichtete Jens Kahl, als technischer Vorstand über abgeschlossene Modernisierungs- und Instandsetzungsprojekte der bbg sowie die aktuellen Neubauvorhaben in Berlin und Brandenburg. Nachdem Fragen der Vertreter zu den Berichten vom Vorstand und Aufsichtsrat beantwortet wurden, folgten die Abstimmungen.

Mehrheitlich erfolgte die Beschlussfassung der Vertreterversammlung zum Gewinnverwendungsvorschlag und der Auszahlung einer Dividende in Höhe von 4% auf Pflichtanteile und 2% auf weitere Anteile. Des Weiteren erteilte das Gremium einstimmig Aufsichtsrat und Vorstand Entlastung. Zuletzt wurden in geheimer Wahl drei Mitglieder des Aufsichtsrates neu gewählt, deren reguläre Amtszeit endete. Zur Wiederwahl kandidierten Jörg Scheunemann und Andreas Klein, denen erneut das Vertrauen ausgesprochen wurde. Patrick Bagehorn stand nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung und schied nach der Versammlung aus. Komplettiert wird nun das Gremium mit Christian Fink, der als neuer Kandidat ebenfalls im ersten Wahlgang mehrheitlich gewählt wurde.

Zum Abschluss der Versammlung wurde Lothar Loehrke (ehemaliger bbg-Aufsichtsrat) vom BBU-Vertreter Herrn Zimdars besonders geehrt. Mit der Ehrennadel in Silber würdigt der Verband sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste um die Genossenschaft, die er in verschiedenen Funktionen für eine positive und zukunftssichere Entwicklung der bbg eingebracht hat.

Happy Birthday bbg

Vor genau 135 Jahren wurde die bbg am 16.05.1886 in Berlin mit 28 Mitgliedern gegründet. Eisenbahn- und Bankdirektor Karl Schrader legte damit den Grundstein für unser heutiges Unternehmen. Vieles hat sich mit der Zeit verändert, aber die Genossenschaftsidee ist in ihren Grundprinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und -verwaltung unverändert geblieben und als Wirtschaftsmodell aktueller denn je.

Als Garant für sozialverantwortliches Wohnen wahren wir unsere Tradition in einem modern aufgestellten Unternehmen, dass die Geschichte und die Zukunft Berlins weiter prägen wird. Hierfür engagieren sich Mitarbeiter, Gremienmitglieder, Ehrenamtliche und die starke Gemeinschaft von über 11.000 Mitgliedern mit Hand, Herz und Verstand, denen wir DANKE sagen.

Mitgliederinformation 2019

Was der Mietendeckel für unsere Mitglieder bedeutet und welche Auswirkungen er auf das genossenschaftliche Wohnen hat, haben wir in einer ausführlichen Information zusammengestellt. Erfahren Sie mehr über den Download. Mitgliederinfo zum geplanten Mietendeckel (297,5 kB)

 

Der Mietendeckel ist schlecht für die Genossenschaften, schlecht für Berlin

Im gemeinsamen Positionspapier der Wohnungsbaugenossenschaften Berlin erfahren Sie mehr zu den Auswirkungen des Mietendeckels.

WBG Mietendeckel Positionspapier (46,3 kB)

Der Mietendeckel zerstört unsere soziale Mietenpolitik

Seit über 130 Jahren sorgen Wohnungsbaugenossenschaften für sicheres und bezahlbares Wohnen und für stabile Mieterstrukturen. Die meisten wurden zu einer Zeit gegründet, in der es noch keine staatlich organisierte Wohnungspolitik gab. Wenn jetzt der Staat in das genossenschaftliche System eingreift, sind unsere bewährten Strukturen in Gefahr.

Berlin braucht dringend mehr bezahlbare Wohnungen. Die Mieten sind in den letzten Jahren gestiegen. Auf dem Wohnungsmarkt gibt es „Schwarze Schafe“, die auf dem Rücken von Mietern ihre Rendite erwirtschaften und Wohnungen als Steuervermeidungsmodelle nutzen. Deshalb braucht Berlin eine kluge und vorausschauende Mietenpolitik. Die „Schwarzen Schafe“ müssen mit allen rechtlichen Mitteln bekämpft werden, aber es dürfen dabei mit einem Mietendeckel nicht alle getroffen werden. Ein Deckel ist keine Lösung – im Gegenteil. Wer nur auf Rendite bedacht ist, vermietet dann möbliert und hat schon den Deckel weggeschoben.

Weitere Informationen erhalten Sie auch hier. https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/regionen/berlin/mietendeckel